„Es hat sich wie ein lebensgroßes Spiel mit eigenartigen Regeln angefühlt.“

 Cécile, Kanada

Als Steinmetzin in British Columbia - Cécile erhielt die Chance, ihr Können als Steinmetzin in Kanada unter Beweis zu stellen

Nach der Ausbildung Berufserfahrung im Ausland sammeln 

Cécile ging nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Steinmetzin für sechs Monate nach Kanada. In der ganz im Westen gelegenen Provinz British Columbia arbeitete sie vorwiegend in Vancouver, Whistler und Squamish. Ihre Erfahrungen dokumentierte sie nicht nur mit Fotos, sondern auch mit selbst gezeichneten Skizzen.

Nachdem Sie Jetlag und Akklimatisierung erfolgreich hinter sich brachte, integrierte sie sich schnell in ihr neues Team und die neue Arbeitsumgebung. Teilweise mit schwerem Gerät, teilweise mit noch schwereren Arbeitsmitteln unterstützte sie ihr Team tatkräftig und fand sich in der kanadischen Kultur schnell zurecht. Neben Arbeiten, die ihr teilweise neu waren, nahm Cécile viele spannende Freizeitaktivitäten wahr. 

Bereits während der Ausbildung sammelte Cécile erste Auslandserfahrungen in Carrara, Italien in einem 3-monatigen Gruppenpraktikum. Dieses Weiterbildungsprojekt zur Marmorbearbeitung wird mit Erasmus+ finanziert und von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade organisiert. Nach ihrer Ausbildung stellte die Kammer den Kontakt zur IBS her, und die IBS baute die Brücke zur Deutsch Kanadischen Gesellschaft, die ein Weiterbildungspraktikum für Steinmetze anbot. Cécile bewarb sich umgehend und mit Erfolg.

Sie wurde von der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft e. V. (DKG) als junge Fachkraft in ein Weiterbildungspraktikum vermittelt. Die kanadische Regierung ermöglicht solche Aufenthalte im Rahmen des Programms International Experience Canada (IEC).

 

"Das Steinmetzhandwerk ist ein vielfältiges Feld. Ich bin in der Lage Sandsteinobjekte zu restaurieren, die durch die Witterung entstehende Veränderungen zu erkennen und durch möglichst bescheidene Eingriffen zu bremsen. Das Praktikum in Kanada bot mir eine Weiterbildungsmöglichkeit für zeitgenössische Anwendungen, wie zum Beispiel von Naturstein in seiner gewachsenen Form (Bruchsteine und Flusssteine) und deren Planung."

Granville Street, Vancouver, by night.

„Aus neun Stunden Zeitverschiebung wurden aktive Nächte. In den ersten Tagen galt es, ein Auto zu finden, es in ein einigermaßen bequemes Zuhause umzuwandeln und die Gegend bis zum ersten Arbeitstag zu genießen.“

So sah meine erste Baustelle aus.

Das Verlegen der Steinplatten gleicht einem Puzzle.

 Das Motto hierbei lautet "rough, but not too rough, straight, but not too straight".

„Der gesamte Steinfußboden muss hydrophobiert werden. Das bedeutet, dass die Platten später kein Wasser aufnehmen, und dieses stattdessen abperlt. Platte für Platte wird hierbei in allen Räumen im und um das Haus bestrichen, aneinandergesetzt und verfugt.“

So in etwa wird der geplante Whirlpool aussehen.

„Welcher Kletterer hat nicht schon mal von Squamish gehört? Vom kleinen Boulder zum die Stadt überragenden Stawamus Chief, habe ich mir einige sportliche Herausforderungen vorgenommen. Die Kletterpassagen Bellygood Ledge, Moonwatcher oder Traverse of the gods werde ich sicherlich niemals vergessen, auch wenn sich inzwischen neue Haut auf meinen Fingerspitzen gebildet hat."

Skizze des Smoke Bluff Trails

Jede Kletterpartie wird am Ende mit einem Ausblick belohnt, der seinesgleichen sucht.

„Zweimal ging es für mich hoch in die Wolken. Einmal mit dem Gleitschirm und einmal mit einem kleinen Flugzeug, das mein Kollege Peter besitzt.“

Mit dem Gleitschirm über das Pemberton Valley.

Peters Viersitzer. Wir flogen über den Ozean, über Whistler und Squamish. Eine unvergessliche Tour.

© Bild oben: Shutterstock / Lukas Uher

© Bilder Story: Cécile Verry

Nach der Ausbildung ins Ausland

Unterstützung für das Italien-Praktikum während der Ausbildung erhielt Cécile von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Natalia Marszall ist dort die verantwortliche Mobilitätsberaterin. Im bundesweiten Netzwerk „Berufsbildung ohne Grenzen“ ist sie die Spezialistin für berufliche Auslandsaufenthalte von Steinmetzen. Natalia Marszall stellte den Kontakt zur IBS her, als Cécile ihren Kanadawunsch äußerte. Und die IBS baute schließlich die Brücke zur Deutsch Kanadischen Gesellschaft.

 Weitere Informationen zur Mobilitätsberatung der Kammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

 Weitere Information zum Netzwerk "Berufsbildung ohne Grenzen"

Organisiert wurde der Auslandsaufenthalt in Kanada durch die Deutsch-Kanadische Gesellschaft mit dem internationalen Austauschprogramm der Kanadischen Regierung International Experience Canada.

 Weitere Informationen zur Deutsch-Kanadischen Gesellschaft e.V.

 Weitere Informationen zu International Experience Canada

 
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