Von der Schulbank direkt ins Leben

Nach der Schule - erst einmal raus in die Welt

Viele Türen stehen für dich offen - geh einfach hindurch

Schule fertig und was dann? Gerade wenn der weitere Weg im Leben noch nicht feststeht, bieten sich zur Vorbereitung auf Berufsausbildung oder Studium Auslandsaufenthalte an. Denn sie bieten spannende Erfahrungen mit fachlichen Einblicken und helfen auch bei der Berufsorientierung. Verschiedene Förderprogramme helfen, die Kosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Außerdem gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, den späteren Ausbildungsweg international zu gestalten.

Damit du dich im Dschungel der Möglichkeiten nicht verirrst und den für dich passenden Weg findest, haben wir dir hier einen Überblick zusammengestellt.

Berufliches Auslandspraktikum

Norwegen, Neuseeland, Namibia? Egal, wo du dein Praktikum machen möchtest: Hier bist du ganz nah dran am echten Leben deines Gastlandes. Du bekommst eigene Aufgaben oder arbeitest in einem Projekt mit unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen zusammen. Du lernst, dich in der Welt und in einer anderen Sprache zurechtzufinden. Und ganz nebenbei lernst du auch viel für dein späteres Berufsleben.

Was willst du lernen und wo geht das am besten? Wie viel kostet es, im Ausland zu leben und wie viel verdient man da? Das solltest du vorher überlegen. Praktika nach der Schule werden nicht üppig bezahlt. Es gibt jedoch auch einige Förderprogramme, die dich bei der Finanzierung unterstützen.

Wie lange?
Ab 2 Wochen bis zu einem Jahr

Wie alt muss man sein?
Du solltest Volljährig sein. Es gibt einige wenige Angebote für Minderjährige, die du im Jugendportal von Eurodesk findest.

Ist das auch gut?
Wir helfen dir gern dabei, einzuschätzen, was an Kosten auf dich zukommt, falls du bei uns nichts in der Datenbank findest, ob andere Anbieter seriös sind und auf was du alles achten solltest.

Wichtig!
Es gibt unzählige Anbieter, die Praktika vermitteln. Wenn du dich über einen Anbieter vermitteln lässt, achte auf die Kosten. Was wird dir genau geboten und besteht dein Praktikum aus mehr als Kaffee kochen.

Links

Auslandspraktikum in Frankreich

Mit dem finanzierten Auslandspraktikum des Deutsch-Französischen Jugendwerks, kannst du zwischen ein und sechs Monaten in Frankreich Berufserfahrung sammeln.

Neugierig? Schau dir das Angebot für ein Praktikum in Frankreich an!

Du bist Minderjährig und willst die Welt entdecken?

Die meisten geförderten Programme, die du bei uns findest, sind ab 18 Jahre. Aber halt, nicht verzweifeln, denn auch als Minderjährige/r hast du viele Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen. Ob ein Freiwilligendienst, Workcamp, Praktikum oder Sprachkurs - du findest alle Informationen dazu bei Eurodesk - einer ebenfalls unabhängigen Servicestelle für Schüler und Schulabgänger.

 Kontakt und Infos: rausvonzuhaus- Möglichkeiten für U18-Jährige
Hotline: 0228 9506 250
E-Mail: eurodeskde[at]eurodesk(dot)eu

Berufsbezogener Freiwilligeneinsatz im Ausland

Geförderte Freiwilligendienste im Ausland
Was tun in der Übergangszeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium? Freiwilligen-Einsätze im Ausland ermöglichen dir neue soziale Erfahrungen und berufliche Orientierung. Du erweiterst deine Fremdsprachenkenntnisse und lernst internationale Arbeitsfelder kennen. Bei einem Freiwilligeneinsatz engagierst du dich  zum Beispiel im Bildungsbereich, Kulturmanagement, Journalismus, im Sozialbereich, Naturschutz oder in der Entwicklungszusammenarbeit.

Geförderte Freiwilligendienste finanzieren teilweise deine Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung, etwas Taschengeld vor Ort sowie begleitende Seminare. Es gibt eine begrenzte Anzahl an Plätzen, daher solltest du dich rechtzeitig, ca. 6-9 Monate vorher, darum kümmern. Falls du mit einem nichtgeförderten Freiwilligendienst ins Ausland gehst, trägst du die Kosten selbst. Die Höhe richtet sich danach, mit welcher Organisation du dich ins Ausland vermitteln lässt, wie lange du bleibst, wohin es geht usw. Also schau genau hin, was du für dein Geld bekommst: Hast du jederzeit einen Ansprechpartner im Ausland? Wie genau sieht dein Einsatz im Ausland aus? Wirst du mit Seminaren auf deine Zeit im Ausland sprachlich und kulturell vorbereitet?

Wie lange?
zwischen 2 und 18 Monaten

Wie alt muss man sein?
Ein Europäischer Freiwilligendienst ist schon ab einem Alter von 17 Jahren möglich. Für Einsätze in anderen Ländern musst du volljährig sein.

Ist das auch gut?
Wie sieht’s mit der Qualität von Freiwilligendiensten aus? Darüber gibt das Quifd-Gütezeichen Auskunft. Dort findest du alle zertifizierten Anbieter.

Wichtig!
Bereite dich rechtzeitig vor. Geförderte Freiwilligendienste suchen bereits 6-9 Monate vorher ihre Bewerber aus.

Links

Foto: © Elfie Schröder/IJGD

Nicht viel Zeit?

Du willst dich nur ein paar Wochen bei einem Freiwilligendienst engagieren? Workcamps bieten eine sinnvolle Alternative: Hier kommst du mit jungen Menschen aus aller Welt zusammen, um gemeinsam an einem ehrenamtlichen Projekt mitzuarbeiten.

Das Jugendportal von Eurodesk informiert dich über internationale Workcamps und zeigt dir, wo du dich bewerben kannst.

Erfahrungsbericht: Freiwilligendienst in Estland

Carolin hatte ihr Abi in der Tasche und machte für ein Jahr ein Freiwilligendienst in Estland.

"Ich kann nur jedem empfehlen, sich im Ausland auch in ganz neue Länder zu trauen. Ich bereue keinen Augenblick und die intensiven Erfahrungen, die ich dort gemacht habe, kann mir keiner nehmen"

Neugierig? Lest den Erfahrungsbericht von Carolin und schaut euch ihre Fotostory an.

Ausbildung plus internationale Zusatzqualifikation mit Auslandsaufenthalt

Mit einer internationalen Zusatzqualifikation kannst du deiner „normalen“ dualen Berufsausbildung im Handwerk oder im kaufmännischen Bereich ein internationales i-Tüpfelchen verpassen. Du kannst dein Wissen aus der Ausbildung und der Berufsschule ausbauen, deine Fertigkeiten verbessern und deine Kompetenzen erweitern. Durch das erworbene Spezialwissen kannst du dir neue und interessante Arbeitsfelder erschließen und damit deine Arbeitsmarktchancen verbessern.

Die für dich zuständige Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK) kann dir sagen, welche Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen eine internationale Zusatzqualifikation möglich machen. Die Berufsschule bietet dir dann zusätzliche Fächer an, wie z.B. europäisches Warenrecht oder internationales Marketing und einen intensiveren Fremdsprachenunterricht.

Du kannst sicher sein: ein mehrwöchiges Auslandspraktikum während der Ausbildung ist somit fest eingeplant. Die Zusatzqualifikationen werden über Prüfungen bei Kammern, an Berufsschulen oder externen Trägern zertifiziert. Wenn du bestehst, bekommst du ein anerkanntes Zertifikat, z.B. „Europaassistent/-in im Handwerk“; „Asienkauffrau/-mann“ oder „Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“.

Schau am besten gleich selbst nach und suche dir dein passendes Angebot in der IBS-Datenbank.

Ausbildung im Ausland

Die Ausbildung gleichzeitig mit einem anerkannten deutschen und einem anerkannten französischen, spanischen oder portugiesischen Abschluss beenden? Ja das geht! Wenn du dir zutraust deine komplette Ausbildung für 2-3 Jahre im Ausland zu absolvieren, dann solltest du die Chance nutzen. Du vertiefst deine Sprachkenntnisse und lernst in einem internationalen Team zu arbeiten. Damit verbesserst du deine Berufsaussichten in Deutschland und weltweit. Der Vorteil: Mehr Auslandserfahrung während der Ausbildung geht nicht.

Für einige junge Leute gibt es gute Gründe, die komplette Ausbildung in einem ausländischen Ausbildungsbetrieb und einer deutschen Auslandsberufsschule zu absolvieren: Vielleicht hat ein deutsches Unternehmen eine Niederlassung im Ausland und möchte dich gezielt auf eine internationale Tätigkeit vorbereiten. Oder du bist zweisprachig aufgewachsen und möchtest diesen „Schatz“ in deiner Ausbildung weiter vergrößern.

Wenn Ausbildung und Prüfung nach deutschen Standards stattfinden, wird der Abschluss auch in Deutschland anerkannt, z.B. die Ausbildung zur Industriekauffrau oder zum Kaufmann/-frau für Spedition und Logistik in Spanien oder eine kaufmännische Ausbildung in Paris.

Schau am besten gleich selbst nach und suche dir dein passendes Angebot in der IBS-Datenbank.

Ausbildung mit Doppelabschluss

Du lebst in einer Grenzregion? Vielleicht ist der Arbeitsmarkt der Nachbarn interessant für dich. In einigen Grenzregionen ermöglichen Ausbildungsprogramme, parallel zum deutschen Berufsabschluss auch das Abschlusszeugnis des Nachbarlands zu erwerben. Dazu absolvierst du dort ein Betriebspraktikum z.B. in Belgien und belegst ein zusätzliches Ausbildungsmodul, um Fachinhalte aus der Ausbildung des Nachbarlands zu ergänzen. Der erfolgreiche Abschluss ist der Türöffner für gleich zwei Arbeitsmärkte, z.B. ein deutsch-belgischer Gesellenbrief als Kfz-Mechatroniker/in für Deutschland und Belgien.

Schau am besten gleich selbst nach und suche dir dein passendes Angebot in der IBS-Datenbank.

Grenzüberschreitende Ausbildung

Eine weitere Variante für Bewohner/innen von Grenzregionen, für die die Betriebe und Ausbildungseinrichtungen des Nachbarlands vor der Haustür liegen: Du kannst dich von Anfang an europäisch ausbilden lassen und dadurch deine Berufschancen zu Hause und im Nachbarland verbessern. In einigen Ausbildungsprogrammen absolvierst du einen Teil deiner Ausbildung im europäischen Nachbarland, z.B. die betriebliche Ausbildung in den Niederlanden und die Berufsschule in Deutschland.

Weitere Infos:
Informationen bekommst du von den Berater/innen deiner regionalen Arbeitsagentur.