Lernen von der ganzen Welt

Während der Ausbildung - Als Azubi in die Welt

Du bist wild entschlossen, schon in der Ausbildung Berufserfahrung im Ausland zu sammeln? Maximal ein Viertel deiner Ausbildungszeit kannst du mit Auslandspraktika verbringen. Ob das geht, fragst du dich? Die Erfahrung zeigt: Was du in deiner Ausbildung zu Hause gelernt hast, wird dir helfen, in der Ferne klar zu kommen. Dein Beruf ist wie eine Brücke, über die du gehen kannst. Dafür brauchst du keine perfekten Sprachkenntnisse. Der Spaß am Beruf bringt dich weiter. Und du wirst viel Neues lernen. Bald wirst du das Leben und die Arbeitswelt in deinem Gastland gut verstehen.

Auslandspraktikum während der Ausbildung

Alleine losziehen oder an einem Gruppenprogramm teilnehmen: Du entscheidest, je nachdem wie selbstständig du dein Praktikum gestalten möchtest. Im Ausland lernst du dann in einem Betrieb oder in einer Bildungseinrichtung.

Auslandspraktikum als Azubi

Wichtig: Stimm‘ dich gut mit deinem Ausbildungsbetrieb ab und lass dich von deiner Berufsschule freistellen. Dein Auslandspraktikum ist Bestandteil deiner Ausbildung. Es ist nicht zulässig, dafür Urlaub zu nehmen.

Nach dem Berufsbildungsgesetz können Ausbildungsabschnitte im Ausland als Teil der Berufsausbildung gelten. Die Ausbildung wird also nicht unterbrochen und deine Ausbildungsvergütung wird weiter gezahlt.

Gute Argumente für den Arbeitgeber findest du bei unseren Tipps.

Wer macht’s?

Anbieter für Auslandspraktika sind Berufsschulen, Unternehmen, Stiftungen und weitere Organisationen, z.B. kannst du mit dem Förderprogramm Erasmus+ als Azubi innerhalb Europas mehrwöchige Praktika machen. Oder du kannst auch für 2 bis 12 Monate als Azubi in die USA. Oder frag auch in deiner Berufsschule nach Angeboten für Auslandspraktika. Alle öffentlichen frei nutzbaren Angebote findest du in der IBS-Datenbank.

Wie lange dauert’s?
wenige Wochen bis einige Monate

Links

Erfahrungsbericht: Unser Praktikum in China

Julia und Stefania wollten während ihrer Ausbildung zur Immobilienkauffrau beruflich etwas Neues erleben.

"Ohne Chinesisch-Kenntnisse ist die Verständigung sehr schwer. Wir konnten nicht einmal den Busfahrplan lesen. Irgendwie verständigt man sich aber trotzdem und wird kreativer dabei."

Neugierig? Lest den Erfahrungsbericht von Julia & Stefania und schaut euch ihre Fotostory an.

Video

Entdecke Europa

Larissa, Auszubildende zur Schreinerin, hat ein Auslandspraktikum in Dublin gemacht. Im Video zeigt sie euch ihren Arbeitsplatz und erzählt von ihren Erfahrungen. Larissas Praktikum wurde über das EU-Programm Erasmus+ gefördert.

 Mehr Infos zu Erasmus+: Mach mehr aus deiner Ausbildung

Video

Azubis in die USA

Im Rahmen des Praktikumsstipendiums „Azubis in die USA“ sendet die Joachim Herz Stiftung im Frühjahr jeden Jahres 30 Azubis für 10-12 Wochen in den Südosten der USA

 Zur Website der Joachim Herz Stiftung

 Das Angebot in der IBS-Datenbank

Ausbildung mit Doppelabschluss

Du lebst in einer Grenzregion? Vielleicht ist der Arbeitsmarkt der Nachbarn interessant für dich. In einigen Grenzregionen ermöglichen Ausbildungsprogramme, parallel zum deutschen Berufsabschluss auch das Abschlusszeugnis des Nachbarlands zu erwerben. Dazu absolvierst du dort ein Betriebspraktikum z.B. in Belgien und belegst ein zusätzliches Ausbildungsmodul, um Fachinhalte aus der Ausbildung des Nachbarlands zu ergänzen. Der erfolgreiche Abschluss ist der Türöffner für gleich zwei Arbeitsmärkte, z.B. ein deutsch-belgischer Gesellenbrief als Kfz-Mechatroniker/in für Deutschland und Belgien. Alle Angebote findest du in der IBS-Datenbank.

Wichtig:
Du kannst den Doppelabschluss auch erwerben, wenn du bereits Azubi bist. Dein Auslandsaufenthalt kann dann z.B. im letzten Ausbildungsjahr erfolgen.

Internationale Zusatzqualifikation mit Auslandsaufenthalt

Mit einer internationalen Zusatzqualifikation kannst du deiner „normalen“ dualen Berufsausbildung im Handwerk oder im kaufmännischen Bereich ein internationales i-Tüpfelchen verpassen. Du kannst dein Wissen aus der Ausbildung und der Berufsschule ausbauen, deine Fertigkeiten verbessern und deine Kompetenzen erweitern. Durch das erworbene Spezialwissen kannst du dir neue und interessante Arbeitsfelder erschließen und damit deine Arbeitsmarktchancen verbessern.

Die für dich zuständige Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK) kann dir sagen, welche Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen eine internationale Zusatzqualifikation möglich machen. Die Berufsschule bietet dir dann zusätzliche Fächer an, wie z.B. europäisches Warenrecht oder internationales Marketing und einen intensiveren Fremdsprachenunterricht.

Du kannst sicher sein: ein mehrwöchiges Auslandspraktikum während der Ausbildung ist somit fest eingeplant. Die Zusatzqualifikationen werden über Prüfungen bei Kammern, an Berufsschulen oder externen Trägern zertifiziert. Wenn du bestehst, bekommst du ein anerkanntes Zertifikat, z.B. „Europaassistent/-in im Handwerk“; „Asienkauffrau/-mann“, "Kauffrau/-mann International–Schwerpunkt Vereinigtes Königreich" oder „Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“. Alle Angebote findest du in der IBS-Datenbank.

Wichtig:
Du kannst eine internationale Zusatzqualifikation mit Auslandsaufenthalt auch noch machen, wenn du bereits Azubi bist. Dein Auslandsaufenthalt kann dann z.B. im letzten Ausbildungsjahr erfolgen.