17.09.2015 Podiumsdiskussion:
"Zukunftsthema Fachkräfte - Vorteile
durch Auslandsqualifizierung"

Die IBS startet durch - Podiumsdiskussion & Auftakt

Mit einem neuen Onlineportal und einer bislang einzigartigen Datenbank unterstützt die IBS die Internationalisierung der Berufsbildung – damit liefert sie einen wichtigen Beitrag zur strategischen Personalentwicklung und zur Qualifizierung der Fachkräfte von morgen.

Aus- und Weiterbildungsaufenthalte im Ausland machen globale Zusammenhänge erfahrbar und sie erfüllen die Idee einer europäischen Bürgerschaft mit Leben. In einer Zeit interkultureller Vertrauenskrisen sind persönliche Begegnungen bedeutsamer denn je.

Aber auch die Beschäftigungsfähigkeit von Fachkräften hat ganz konkrete internationale Dimensionen:

  • Lehrzeiten im Ausland wirken persönlichkeitsbildend und qualifizieren für neue Anforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Außenhandelsbeziehungen und internationale Kompetenzen der Beschäftigten werden für immer mehr Unternehmen aller Größenordnungen zum strategischen Wettbewerbsfaktor.
  • Wer im Umgang mit ausländischen Kollegen und Geschäftspartnerinnen kommunikations- und handlungsfähig sein möchte, muss neben der Fremdsprache auch beruflich relevante Auslandserfahrung im Gepäck haben.
  • Interkulturelle Sensibilität ist auch für den konstruktiven Umgang mit der kulturellen Vielfalt in der Belegschaft oder im Kundenkreis entscheidend.
  • Idealerweise werden Schwellenängste bereits durch Auslandsaufenthalte während der Ausbildung abgebaut. Auf dieses Fundament können Personalentwickler auch später noch bauen.

Mit Laura Günther (Elektrohaus Günther, Köln) und Peter Bode (Habotec, Lübeck) waren auf dem Podium zwei Geschäftsführer mittelständischer Handwerksbetriebe vertreten, die den Nachwuchs mit internationalem Weitblick ausbilden. Sie sprachen mit Susanne Burger (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und Stefan Metzdorf (Leiter der IBS) über die Bedeutung der Auslandsqualifizierung für die Nachwuchssicherung im Betrieb und die Positionierung der Branche. Erfolgsfaktoren und Unterstützungsangebote in Deutschland wurden anhand praktischer Beispiele diskutiert.

 

Pressemitteilung des BMBF

17.09.2015 - Start IBS: Neues Online-Portal informiert und unterstützt bei Planung und Durchführung von Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung

Susanne Burger, Unterabteilungsleiterin für Europa im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

"Unternehmen sollten sich offen zeigen für Auslandsaufenthalte von Azubis. Sie können sich dadurch als attraktive Ausbilder und Arbeitgeber positionieren. Der Erfolg von Austauschprogrammen setzt klare Absprachen und Vorgaben der beteiligten Partner sowie eine gute Beratung und pädagogische Begleitung voraus."

Peter Bode, Geschäftsführer Habotec GmbH

"Unternehmer müssen auf junge Leute zugehen. Wir gehen in die Schulen und zeigen wie anspruchsvoll und modern eine Berufstätigkeit im Handwerk ist. Personalentwicklung von Anfang an sichert die Zukunft des Handwerks."

Laura Günther, Geschäftsführerin Elektrohaus Günther

"Eine hohe Ausbildungsqualität bringt wirtschaftlichen Erfolg und sichert den Nachwuchs. Als Unternehmerin kann ich Auszubildende durch Auslandsaufenthalte ansprechen. Gleichzeitig sollten die Auszubildenden für zusätzliche Qualifizierungen im Ausland offen sein und sich mehr zutrauen."

Stefan Metzdorf, Leiter der IBS

"Die IBS berät unabhängig zu berufsbildenden Auslandsaufenthalten. Mit uns kann man sein Anliegen besprechen und einen Weg finden, der genau zu den eigenen Voraussetzungen und Bildungszielen passt. Wir zeigen, was geht und wie es geht. Wir befähigen beispielsweise Azubis, ihre Chefs zu überzeugen und bieten Unternehmen unkompliziert Programme in unserer Datenbank."